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Ing. Josef „Pepi“ Huber – Den himmlischen Aussichten verfallen Drucken
Geschrieben von Josef Wind (Salzachtaler)   
Thursday, 25. February 2010

Der Salzachtler - Josef Huber38 Jahre Techniker bei den Tauernkraftwerken, begeisterter Musiker mit eigener Band, „Hüttenwirt“, Tourismusobmann
und Hubschrauberpilot – vielseitiger kann man eigentlich nicht sein. Doch Ing. Josef Huber aus Oberalm vereinigte Beruf,
Berufung und Hobby in eindrucksvoller Weise. Und jetzt „mit den Jahren“ heißt es zwar etwas ruhiger treten – doch das ist Pepi Huber´s Berufung nicht. Und so brachte er gleich einen neuen, beeindruckenden Bildband mit seinem Team auf den Markt.


Josef Huber wurde am 24. September 1940 in Oberalm geboren, nach Volksund Hauptschule studierte er an der HTL Elektro-Technik, begann bei  den Tauernkraftwerken in Salzburg seinen Job als Planungs-Ingenieur und war maßgeblich an der Fertigstellung der Kraftwerke Kaprun,  Schwarzach, Zillertal etc. und dann auch an der weiteren Betreuung der Kraftwerksanlagen beteiligt. In den letzten 15 Jahren seiner Tätigkeit war Josef Huber spezialisiert auf Photovoltaik-Anlagen, die einen rasanten Anstieg zu verzeichnen hatten. 1998 trat er dann in den Vorruhestand: „Ich  ging doch mit schwerem Herzen. Ich war immer in derselben Firma und hatte eine tolle, kollegiale Zusammenarbeit“. Der Oberalmer ist mit seiner aus Krimml stammenden Leopoldine verheiratet und hat eine Tochter, drei Söhne und 4 Enkerl. Schon seit frühester Jugend war Pepi Huber ein begeisterter Musiker, spielte und sang damals u.a. mit Berti Schindlauer und Karl Reyer bei vielen Gelegenheiten. Mit Schindlauer gründete er die Gruppe „Sunset´s“ und holte als Schlagzeuger Heinz „Paul“ Gotschy dazu. Das Trio konnte sich bald vor Aufträgen nicht mehr retten, spielte im ganzen Land, ganz am Anfang noch in der legendären Bar des Gasthofes Scheicher. Nach einigen Jahren stieß Berufsmusiker Kurt Vogl zur Truppe und bis 1983  waren die „Sunset´s“ eine der beliebtesten Unterhaltungs-Bands im Lande. 1980 zog dann Familie Huber von Salzburg ins umgebaute Elternhaus in  die Oberalmer Marktstraße, wo dann Huber im Ortsgeschehen zahlreiche „Gschäftln“ übernahm. Unter anderem war er zehn Jahre Obmann des Oberalmer Sportvereins und 15 Jahre Obmann des Verkehrsvereins.

Von Kindesbeinen an faszinierten Pepi Huber schon  immer die Hubschrauber: „Diese steigen einfach hoch, brauchen keine Start- und Landebahn und sind unwahrscheinlich wendig“. 1988 dachte  Huber an eine Pilotenausbildung. Nachdem diese in Österreich finanziell fast unerschwinglich war, absolvierte er diese 1991 im amerikanischen New Jersey. Nach sechs Wochen harter Ausbildung „ein 50-er unter lauter 25-Jährigen“ hatte er den Privat-Pilotenschein. Bei einem Grazer Club konnte  er die kleinen „Helis“, die es in Salzburg nicht gab, fliegen und so reifte der Wunsch, den Berufspilotenschein zu machen. Gesagt getan, 1993  absolvierte er die entsprechenden Kurse einschließlich Sprechfunk und bald hatte er den begehrten Schein in der Tasche. Damals lernte er einen  gewissen Gerhard Huber kennen, der in Mitterberghütten / Pongau einen Hangar gebaut hatte und dort einen Schweizer Helicopter einstellte, den  Pepi Huber jederzeit checken und fliegen konnte. „In dieser Zeit lernte ich das Land von oben kennen und sah erst, wie schön es bei uns ist“. Und so reifte der Plan, alles aus der Luft zu fotografieren. Bei Vorträgen wurden die ersten Bilder aus dem Heimatort Oberalm gezeigt, die gut ankamen und 1997 das Buch „Oberalm aus der Luft“ entstehen ließen. Damit konnte auch ein Teil der Fliegerei bezahlt werden. 1998 wurde der 1993 gegründete „Hubschrauberverein Pongau“ in „Helicopter-Club Salzburg“ umbenannt, der derzeit 20 Mitglieder, davon fünf Piloten umfasst und dessen Obmann Ing. Huber ist.

Nachdem einer der  Piloten, Dr. Fritz Struber, aus Golling stammt, reifte der Gedanke, die Gemeinden Golling und Scheffau aus der Luft zu fotografieren und ein Buch daraus zu machen. Mit Erwin Trampitsch wurde ein Berufsfotograf gewonnen und so wurde  die Landschaft mittels „Himmelsstativ“ festgehalten. Bald entstanden rund 2.000 prächtige Bilder – 650 Bilder wurden und werden in Vorträgen  gezeigt und 250 Bilder sind in dem wunderbaren Bildband „Himmlische Ansichten“ zusammengefasst. Weiters liegen auf den Gemeindeämtern  1.200 Bilder als Nachschlagewerk auf, die jederzeit eingesehen werden können. „Dieses Buch, auch ein tolles Geschenk, das in den Gollinger Geschäften erhältlich ist, sollte eigentlich in jedem Haushalt aufliegen, denn es sind alle Häuser und Ortsteile abgebildet“, so Ing. Huber. Außerdem sieht er die Bilder als Unterstützung für den Tourismus, damit es nicht nur An-sichten „vom Boden“, sondern auch „aus der Luft“ gibt. Der Tourismusverband Golling nützt die Bilder bereits im Internet. Interesse für „himmlische Ansichten“ ihrer Orte haben auch Kuchl und Hallein  angemeldet, „in der Zwischenzeit fotografieren wir bereits fleißig, um alle Jahreszeiten festzuhalten“, so der Oberalmer. Und wenn Josef Huber  nicht gerade mit der faszinierenden Fliegerei und seinem Club (www.helisky.at) beschäftigt ist, geht er Skitouren, radelt und wandert und ist als  Vorstandsmitglied des Salzburger Bergsportclubs oft als „Hüttenwirt“ auf der „Ellmaualm“ in Werfenweng tätig. Und im Frühjahr wird er mit einigen  Fliegerkollegen eine Heli-Safari in Südafrika erleben.

 

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